Sonntag, April 14, 2024
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Prix Meurice für zeitgenössische Kunst

Das Pariser Palast-Hotel bleibt sich treu und innoviert. Mathieu Kleyebe Abonnec schreibt sich in die Annalen des berühmten Hotels

Es gibt wenige Hotels denen es gelingt, eine reiche Tradition noch bis in die Gegenwart in dem Sinne zu pflegen, dass ein historisches Erbe zeitgemäß interpretiert wird. Das berühmte Le Meurice gehört zu den weltweit wenigen Top-Adressen, die durch Innovationskraft ihren hohen Standard halten können und selbst neu etablierte Häuser nicht fürchten müssen. Seit dem Jahr 1835 thront das feudale Meurice in der Rue de Rivoli als ältestes und traditionsreichstes Hotel der Luxusklasse an der Seine.

Facade_1klein.jpgMit der Leitung des Hotels der Dorchester Collection durch die Düsseldorferin Franka Holtmann vor wenigen Jahren erwachte der Palast aus seinem Dornröschenschlaf und sukzessive innovierte Holtmann einzelne Bereiche des Hotels.

501_DELUXE_SUITEklein.jpgAnknüpfungspunkt war dabei stets das kulturelle Vermächtnis des Hauses, denn von Anbeginn an verstand sich der Palast als Hotel der hohen Künste. Die klassische Ausstattung und das noble Flair des Hauses haben seit seiner Gründung den Nerv der Künstler getroffen und Persönlichkeiten der Kunst- und Kreativwirtschaft fühlen sich bis heute wie zu Hause in der rue de Rivoli.

Vor dem Hintergrund der aktuell erheblichen Dynamik des Pariser Fünf-Sterne plus Segments ist die Positionierung des Meurice vorbildlich. Von Tschaikowsky bis Dali, von der Musik bis zur Malerei und den bildenden Künsten, war das Meurice stets Heimat der wichtigsten Akteure ihrer Zeit. Noch heute fühlen sich z.B. der internationalen Klassik Stars hier wohl und frequentieren regelmäßig das Haus, wenn sie zu Gast an der seine sind. In dieses Bild passt die Auslobung des Prix Meurice als Auszeichnung für zeitgenössische Kunst, die diesen Oktober nun zum vierten Mal in Folge durchgeführt wurde.

restaurant Le Dali (credit Peter Hebeisen)_3.jpgIn diesem Jahr ging der mit 20.000€ dotierte Preis an den 1977 geborenen französischen Künstler Mathieu Kleyebe Abonnenc (Paris) für sein Werk „Looking for Awa“  und die betreuende Galerie Marcelle Alix.  Als Juryvorstand war der internationale Modedesigner Jean-Charles de Castelbajac aktiv um aus den über 50 eingereichten Kunstwerken den Sieger zu prämieren. Bereits vor wenigen Jahren machte das Hotel durch seine umfangreichen Renovierungsarbeiten im Erdgeschoß auf sich aufmerksam. Philippe Starck hauchte dem berühmten 3 Sterne Restaurant von Yannick Alléno frisches Leben ein und konvertierte den alten Wintergarten vis-à-vis der Lobby zu einem der angesagtesten Bistros der Metropole.

Beides wurde, wir auch der Rezeptionsbereich, in Anlehnung an den surrealistischen Stil Salvatore Dalis eingerichtet, der seinerzeit das Meurice jährlich als seine bevorzugte Pariser Heimstätte wählte (regelmäßig wohnte er mindestens 4 Wochen im Jahr in Suite 101-102 im ersten Stock).

plat du gastro [1024x768]_1.jpgZudem hat das offiziell als Palast-Hotel gekürte Haus jüngst all seine Zimmerrenovierungen abgeschlossen. Ein spannendes Detail hier, dass jedes Stockwerk einem speziellen Farbschema folgt und somit auch individuelle Vorlieben seiner Gäste respektiert. Immer bleibt der Stil klassisch elegant, jedoch mit unterschiedlichen Nuancen. Das Meurice hat es als eine der ersten Adressen der Stadt geschafft, den zunehmenden Neuankömmlingen im Pariser Luxusmarkt erfolgreich und mit Konzept Paroli zu bieten. Sicher auch ein Verdienst der deutschen Generaldirektoren Franka Holtmann, die seit einigen mit viel Charme und Erfolg die Geschicke des Palasthotels leitet.

http://dorchestercollection.com

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