Sonntag, August 7, 2022
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100 Jahre Exzellenz – Das Plaza Athénée in Paris feiert einen runden Geburtstag

Eines der schönsten Hotels Europas in mitten des Pariser Modeviertels feiert einen runden Geburtstag

Nicht nur Berlin befindet sich im Wandel, nein, auch in Paris ändern sich die Zeiten. Galten früher die Champs-Elysées als vielleicht schönste Straße von Paris, gebührt dieser Titel mittlerweile der angrenzenden Avenue Montaigne. Beide Shoppingmeilen sind Teil des Goldenen Dreiecks, des »Triangle d´or« wie die Pariser eine Region im Herzen ihrer Stadt nennen, wo das Leben besonders chic und die Strahlkraft der Metropole besonders groß ist. Es gibt wohl kaum eine Straße auf der Welt, die das Shopping-Herz höher schlagen lässt.

Im Herzen des Goldenen Dreiecks

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Es ist, als wären Kudamm und Friedrichstrasse in Paris miteinander verschmolzen. Dreh- und Angelpunkt dieser Flaniermeile in mitten der nobelsten Mode-Boutiquen ist das Hotel Plaza Athénée. Hier hat alles begonnen, vor genau 100 Jahren öffnete es zum ersten Mal seine Pforten, ein Anlass, der in diesen Tagen festlich gefeiert wird.

Paris war und ist die Hauptstadt der Mode. Christian Dior war es, der in unmittelbarer Nachbarschaft dieses Hotels im Jahr 1947 seinen ersten eigenen Laden aufmachen wollte. Er brauchte ein feines Haus, um seine Geschäftspartner gebührend unterzubringen.Zudem wollte er dort seine Défilés und Modenschauen zelebrieren, und wenn es dann auch noch ein gutes Restaurant gibt im Haus, na umso besser! Zu seinen Ehren hat das Plaza Athénée vor wenigen Jahren das erste Dior Spa überhaupt in seinen Räumen eröffnet.

Viele Überraschungen zum Jubiläum

hotel_Plaza_athenee___Facade___HR_klein.jpgNoch heute befindet sich die Boutique von Dior schräg gegenüber des Hotels in der Avenue Montaigne. Von nun an ging es Schlag auf Schlag und ein berühmtes Modehaus folgte dem anderen. Obwohl die feinen Waren nicht ganz günstig sind, gibt es in Paris einen Trick: Der Schlussverkauf mit Preisnachlässen von bis zu 70% ist noch immer fest gesetzlich geregelt und beginnt jeweils am zweiten Mittwoch im Januar und im Juli. Also schon mal vormerken!

Aber auch Berlin verbundene Künstler liebten das Plaza Athénée.

Enge Verbindungen zu Deutschland und Berlin

Bavarian_evening_2klein.jpgEs heisst, Karajan habe schon allein deshalb jedes Jahr auf einem Gastspiel seiner Berliner Philharmoniker in Paris bestanden, um hier eine Nacht wohnen zu können und im Relais-Plaza, dem im art deco Stil gehaltenen Bistrorestaurant des Hauses, zu essen. Peter Komma, der deutsche Chef der Rezeption des Hotels, erinnert sich noch gut an die regelmäßigen Besuche des berühmten Dirigenten: „Es musste immer eine Suite zum Hof sein, die sind ruhiger. Der Eiffelturm interessierte ihn nicht sonderlich“ Ganz im Unterschied zu Marlene Dietrich, die bereits seit 1933 im Plaza wohnte und der es so gut gefiel, dass sie sich später ihre Pariser Wohnung gleich gegenüber dem Hotel suchte.

Hier wohnte sie in all den Jahren mit Blick auf den Eiffelturm und auf die Gründerzeit Fassade des Hotels und traf sich regelmäßig mit Hildegard  Knef, als sie in der Stadt weilte. Übrigens am gleichen runden Nischentisch des Restaurants, den auch Karajan immer bevorzugte. Als die Dietrich dann eines Tages beschloss, nicht mehr vor die Tür zu gehen und sich ganz in ihr Eigenheim zurückzog, schickte sie der Knef rote Rosen auf ihre Suite und die beiden Diven prosteten sich hinter den Vorhängen ihrer Zimmer zu. Die Knef im Hotel, die Dietrich in ihrer Wohnung.

Bayerische Tage im Relais Plaza

Le_Bar_du_Plaza_Athenee_HRklein.jpgDie Feierlichkeiten zu seinem runden Jubiläum hat das Plaza Athénée mit einem Dank an seinen deutschen Restaurantchef Werner Kuchler begonnen. Seit nunmehr über 40 Jahren leitet der gebürtige Münchner das Relais Plaza und ihm zu Ehren wurden Bayerische Tage mit ausschließlich deutscher Küche eingeführt. Nicht nur die noblen französischen Menüs sind für drei Tage gestrichen worden, sondern auch die vornehme Inneneinrichtung durfte weiß-blau karierten Tischdecken weichen. Zu zünftiger Musik und Bier vom Fass wurden Schweinebraten, Eisbein, Haxe, Buletten, Weißwurst und süßer Senf serviert.

Und zum Abend in die Bar

Bathroom_HRklein.jpgDer Erfolg war so groß, dass nun jedes Jahr im Februar mit solch deftigen Tagen nach deutscher Tradition. Das hätte wahrscheinlich sowohl Karajan wie auch der Dietrich und der Knef geschmeckt. Nun aber ist wieder ist die vorzügliche französische Küche zurückgekehrt und wer nicht gleich eine ganze Nacht im Hotel verbringen möchte, hat nach seiner anstrengenden Shopping Tour mit dem Bistrorestaurant eine preiswerte Alternative.

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